Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte (2010)

Gainsbourg ist die Filmbiographie von Serge Gainsbourg, der die Menschen schon zu Lebzeiten faszinierte und dessen Drang nach Erfolg und Ruhm legendär ist.

Hintergrund des Films

Serge Gainsbourg war wohl einer der einflussreichsten Personen seiner Epoche. Seine Musik ist uns auch heute noch bekannt, sein Leben war außergewöhnlich und seine Affären legendär.
Johann Sfar gelingt es das ungewöhnliche, großartige und gleichzeitig zerstörerische Serges einzufangen und Ausdruck zu verleihen. Gainsbourg – der Mann, der die Frauen liebte ist ein Film voller Leidenschaft, Liebe, Träumen und Erfolg und zeigt gleichzeitig den Abgrund und die Verzweiflung.

Handlung von Gainsbourg – der Mann, der die Frauen liebte

Gainsbourg der Film zeigt zunächst die Kindheit von Serge: wie er als hässlicher Junge von seinem Vater dazu gezwungen Musikunterricht zunehmen obwohl seine Leidenschaft ganz der Malerei und, schon in seinen jungen Jahren, den Frauen gilt. Dank seines Auftretens mit Witz und Charme schenken ihm auch ältere Mädchen Aufmerksamkeit. Doch in den Zeiten des zweiten Weltkriegs ist es nicht leicht und Serge muss sich im Waisenhaus verstecken und zieht sich auch innerlich in eine Fantasiewelt zurück, in der er von den schönsten Frauen umgeben ist, Sein alter Ego „Hässliche Fresse“ begleitet ihn schon seit seiner Kindheit.

Als Zeichenlehrer eifert Serge später seinem großen Idol Salvador Dalí nach, als der Erfolg und mit ihm das Geld jedoch ausbleiben, überzeugt ihn sein alter Ego es mit der Musik zu probieren, die ihm profitabler erscheint. Serge folgt diesem Rat und nimmt Gitarrenunterricht bei einem Sinti-Jazz-Gitarristen und versucht mit Chanson zu Ruhm und Reichtum zu gelangen. Durch die Hilfe von Boris Vian werden seine Lieder immer besser und mit der Affäre mit der Chanson-Sängerin Juliette Gréco scheint auch seine Anziehungskraft auf die Frauen stetig zuzunehmen. Doch wirklich reich wird Serge nicht und letztendlich überzeugt „Hässliche Fresse“ ihn seinen Stolz zu überwinden und sich der Popmusik zuzuwenden. In Robert Gall findet er seinen Musikproduzenten, der ihn tatkräftig unterstützt.

„Hässliche Fresse“s Plan scheint aufzugehen und Serge gelangt endlich zu dem Reichtum, den er sich immer vorstellte. Mit dem Geld kommt auch der Erfolg bei Frauen, der seinen Höhepunkt erreicht, als Serge die schöne Schauspielerin Brigitte Bardot kennenlernt. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre und Brigitte inspiriert Serge letztendlich zu dem Song „Je t’aime … moi non plus“. Als Brigittes Mann von der Affäre erfährt untersagt er Serge jedoch diesen Song zu veröffentlichen und unterbindet jeden Kontakt zwischen seiner Frau und dem zutiefst getroffenen Serge. Dieser verfällt in der Folgezeit seinem Schmerz und Kummer und lässt seine Karriere schleifen. Bei den Dreharbeiten zu einem neuen Film lernt Serge dann jedoch die junge Schauspielerin Jane Birkin kennen.

Schnell kommen sich Jane und Serge näher und werden ein Liebespaar. Jane zieht daraufhin bei Serge ein und verändert sein Leben zum Positiven. Serge ist so glücklich, dass er beschließt „Hässliche Fresse“ zu verbannen. Er nimmt „Je t’aime … moi non plus“ zusammen mit Jane auf, heiratet diese nach der Veröffentlichung und die beiden bekommen eine Tochter. Allerdings hält das Glück nicht lange. Serge scheint dem Alkohol zu verfallen und sein neues Album, das einige Nazitexte enthält wird ein Skandal. Auch in seiner Ehe gibt es Probleme und um all dem zu entkommen geht Serge nach Jamaika, wo er die Nationalhymne als Reggae aufnimmt. In Frankreich kommt dies jedoch gar nicht an und schließlich verlässt verlässt Jane ihn, woraufhin Serge noch weiter abstürzt.

Seinen Lebensabend verbringt Serge mit der jungen Bambou, die er in einer Disko kennengelernt hat und ihm auf seine alten Tage noch ein Kind und etwas Glück schenkt.