Super Size Me (2004)

Morgan Spurlock drehte eine aufrüttelnde Doku über die Gefahren, die täglicher Fast-Food-Verzehr mit sich bringen kann. Im Selbstversuch ernährt er sich 30 Tage lang nur von Fast-Food und beschränkt seine körperliche Aktivität auf 5000 Schritte am Tag. Am Ende der 30 Tage ist nicht nur seine körperliche Gesundheit gefährdet, auch sein psychisches Wohlbefinden hat stark abgenommen.

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Trailer

Handlung

Fastfood spielt in unserem Leben eine Rolle, die viele kaum wahrnehmen. McDonalds ist mit 28,1 Milliarden Dollar die umsatzstärkste Restaurant-Kette, weltweit gibt es rund 35.500 Filialen, in Deutschland etwa 1.400, die ungefähr 64.300 Mitarbeiter beschäftigen. Nicht nur Erwachsene auch Kinder lieben das schnelle Essen, was der tägliche Konsum jedoch für Folgen haben kann, bleibt oftmals unbeachtet.

Morgan Spurlock will mit seiner Doku zeigen, dass Fast-Food nicht so harmlos ist, wie die Werbung es gerne darstellt und durchaus einen großen Einfluss auf unser Gewicht, unsere körperliche Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden haben kann. Um dies zu zeigen, will er sich 30 Tage lang nur von Fast-Food ernähren. Wenn ihm angeboten wird ein Menü in „Extra-Groß“ (super size) zu nehmen, dann wird er dieses Angebot stets annehmen. Zudem will er täglich nicht mehr als 5000 Schritte gehen, da dies die Anzahl Schritte ist, die jemand der im Büro sitzt durchschnittlich an einem Tag geht. Um alle Veränderungen gut zu dokumentieren, lässt sich Spurlock vor und während der ganzen Zeit regelmäßig von Ärzten untersuchen.

Die Ergebnisse des Selbstversuchs sind erschreckend: Spurlock nimmt drastisch an Gewicht zu, seine Leber verfettet, seine Blutwerte werden zusehends schlechter, sein Cholesterin steigt. Zudem geht es ihm auch psychisch stetig schlechter. Am Ende muss er sich regelrecht zwingen Burger, Pommes und Co zu verzehren und es nicht direkt wieder zu erbrechen.

Begleitet wird der Versuch durch zahlreiche Interviews mit Ernährungsberatern, Wissenschaftlern und anderen. Zudem erfährt man einige Fakten über Fast-Food, Ernährung und auch die Versorgung von Schülern an Schulen.

Kritik an Super Size Me

Es gibt einige Kritiker, die der Meinung sind, dass Morgan Spurlock einige Tricks angewandt hat um die drastischen Veränderungen an seinem Körper und bezüglich seiner Gesundheit zu erreichen. So mutmaßte der Ernährungstechniker Udo Pollmer, dass Spurlock während der Dreharbeiten Anabolika einnahm um die Gewichtszunahme zu beschleunigen. Als Indizien dafür führt er an, dass bei Spurlock Leberschäden und Impotenz diagnostiziert wurde, was allein durch die Ernährung so nicht zu erklären sei und wobei es sich um bekannte Nebenwirkung, die durch Anabolika oder das Absetzen dieser verursacht werden, handelt.

Zudem weist er darauf hin, dass Spurlocks Cholesterinspiegel zwar im Verlauf des Films deutlich gestiegen ist, am Ende des Film aber im Normbereich lag. Dies lag daran, dass sein Cholesterinspeigel zu Beginn der Dreharbeiten sehr niedrig war und eher an der unteren Grenze des Normbereichs lag. Dies könne man zum Beispiel erreichen, indem man Cholesterinsenkende Medikamente einnimmt und diese dann wieder absetzt.

Auch eine experimentelle Überprüfung durch den schwedischen Wissenschaftler Fredrik Nyström mit 18 Probanden konnte die drastischen Ergebnisse des Films nicht replizieren. Seine Probanden mussten täglich 6600 kcal zu sich nehmen und durften dabei nicht mehr als 5000 Schritte gehen. Trotzdem waren die Ergebnisse uneinheitlich: ein Teil der Probanden nahm gar nicht zu, ein anderer nahm zu, allerdings an Muskelmasse statt an Fett und nur der dritte Teil nahm tatsächlich an Fettmasse zu. Auch die cholesterinsteigernde Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden. Problematisch war hier viel mehr, dass die Probanden über ein ständiges Völle-Gefühl klagten und teilweise Speiseöl trinken mussten um die geforderten 6600 kcal zu erreichen.

So entsteht der Eindruck, dass Spurlock an einigen Stellen selbst nachgeholfen hat um den Film schockierender und aussagekräftiger zu machen. Nichtsdestotrotz bleib festzuhalten, dass der tägliche Konsum von Fast-Food in Verbindung mit fehlender Bewegung durchaus gesundheitsschädigend sein kann.